Gerüstbau
Unter einem Gerüst wird eine Hilfskonstruktion verstanden, welche aus standardisierten Teilen besteht und als Schutzeinrichtung oder Arbeitsplattform verwendet wird. Der Gerüstbau verwendet die vorgefertigten Einzelteile, um diese an dem Wirkungsort zusammenzustecken. Im Gerüstbau wird grundsätzlich zwischen den verschiedenen Tragsystemen unterschieden, das wohl am häufigsten verwendet System ist das Standgerüst. Weiterhin werden auch Hängegerüste verwendet, durch welche Bauwerke wie beispielsweise Brücken bearbeitet werden können.
Im Gerüstbau werden zumeist erst die Füße gesetzt, diese können Unebenheiten des Bodens ausgleichen. Auf diese werden Rahmen aufgesteckt, welche mit Gerüstmatten versehen werden. Diese bilden die jeweiligen Etagen des Gerüsts. Beim Gerüstbau ist darauf zu achten, dass die Teile ordentlich ineinander verankert werden, denn ansonsten könnte das Gerüst im schlimmsten Fall in sich zusammenstürzen. Daher werden im Gerüstbau nur qualifizierte Arbeitskräfte eingestellt. Nicht umsonst gibt es das Berufsbild Gerüstbauer, für das eine dreijährige Ausbildung notwendig ist. Große Gerüste werden mit aufwendigen Konstruktionen versehen, so können Personen und Materialien teilweise durch Kletteraufzüge befördert werden. Vorgeschrieben werden diese Aufzüge allerdings erst ab einer Höhe von 14 Metern und einer Breite von zehn Metern. Im Gerüstbau wird grundsätzlich zwischen Materialtransporten und Personentransporten unterschieden, für die jeweilige Transportart müssen die Aufzüge geeignet und geprüft worden sein.
Der Gerüstbau erhält seine Einnahmen in den meisten Fällen durch die Vermietung von Gerüsten, welche vom jeweiligen Unternehmen nicht nur vermietet, sondern auch zur Baustelle transportiert und dort aufgestellt werden.

